Das Dorf Diannah

Das Dorf Diannah, Senegal Diannah liegt an der Atlantikküste im Fluss-Delta des Casamance in der gleichnamigen Provinz Casamance. Man lebt hier vor allem vom Reis- und Gemüseanbau, von Orangen- und Mangoplantagen und vom Fischfang. Im Dorf gibt es eine kleine und eine große Moschee (94 % Muslime) und im Nachbardorf Abene eine katholische Kirche.

Schule in Diannah, Senegal Im Dorf gibt es staatliche Schulen: eine École primaire (1. bis 6. Klasse), ein Collège (7.bis 9. Klasse) und seit 2016 eine Vorschule (l’école maternelle).

In den Koranschulen lernen 5- bis 8-Jährige die Koransuren zu sprechen und in arabischer Schrift zu schreiben. Große Teile der Bevölkerung sind Analphabeten. Artikel 21 und 22 der im Januar 2001 verabschiedeten Verfassung garantieren Zugang zu Bildung für jedes Kind. Der Schulbesuch ist bis zum Alter von 16 Jahren verpflichtend und kostenlos.

BrunnenDie kleine Kranken- und Entbindungsstation wird von einer Krankenschwester betreut. Die nächste Krankenstation mit einem Arzt ist 8 km entfernt. Das nächste Krankenhaus liegt im 30 km entfernten Diouloulou. Dort praktiziert auch einmal in der Woche ein Zahnarzt.

Trinkwasser Die Wasserversorgung erfolgt durch Gemeinschaftsbrunnen ohne Pumpen. 2010 wurden zusätzlich öffentliche Wasserentnahmestellen an ein Pump- und Rohrsystem angeschlossen. Hier bekommt man aus tieferen Brunnen gefördertes Trinkwasser, für das man bezahlen muss. Eine Abwasserkanalisation ist nicht vorhanden. Die Gärten werden mithilfe provisorischer Wasserlöcher bewässert. Diannah ist seit 2005 an das Stromnetz angeschlossen, doch der Strom fällt häufig aus und nur wenige Familien können ihn sich leisten.

Im Dorf leben Angehörige verschiedener Völker. Neben ihrer Muttersprache sprechen sie in der Regel zwei bis vier andere Sprachen. In den Schulen und in der Verwaltung wird Französisch – die Amtssprache – gesprochen. Gravierende Konflikte zwischen den Ethnien bestehen nicht. Häufig bewirtschaftet man gemeinsam die Reisfelder und Gemeinschaftsgärten und feiert Feste zusammen.

Die Lebens- und Arbeitssituation

Markt Die Dorfbewohner sind Fischer und Bauern. In der Regenzeit pflanzen die Frauen Reis, in der Trockenzeit bewirtschaften sie Gemüsegärten. Infolge ökologischer Probleme werden die Erträge jedoch schlechter. Der Grundwasserspiegel sinkt oder das Grundwasser versalzt, weil Mangroven und alte Bäume abgeholzt werden. Damit versalzt auch der Boden. Heftige Regenfälle, die Felder überschwemmen und zum Verlust der Ernte führen, werden häufiger. In der Regenzeit von Juli bis November bringen Überschwemmungen Häuser zum Einsturz. Weil vor der Küste große Fangtrailer trotz Verbots das Meer leerfischen, kämpfen die Fischer ums Überleben. Und auch weil es häufiger Stürme gibt.

Die Ernährungssituation ist schwieriger geworden, weil man importierten Reis kaufen muss. Der Preis für einen Sack Reis hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Bei der Gesundheitsversorgung und der Bildungssituation hat sich in den letzten 15 Jahren wenig verbessert, weil kein Geld zur Verfügung steht.

Heiliger Baum

Es gibt zwar mehr Schulklassen und damit auch mehr SchülerInnen, doch die Lehrer werden schlecht oder gar nicht bezahlt und streiken daher häufig. Die SchülerInnen der Collèges und des Lycées streiken ebenfalls oft, weil es zu wenig Schulbücher, Computer und andere Lehrmaterialien gibt.

Viele junge Leute hoffen auf Verdienstmöglichkeiten in der Stadt oder im reichen Europa. Familien schicken ihre Söhne auf die lebensgefährliche Reise, für die sie Schleppern viel Geld bezahlen.

Das ist die Situation, die uns als Woulaba-Verein motiviert, Ideen zum Überleben im ländlichen Raum und im eigenen Land zu unterstützen.

Neue Kollektion

Nähprojekt neue Kollektion
Die neue Kollektion aus dem Nähprojekt in Senegal ist eingetroffen: Kleider und Röcke – Unikate entworfen von Anita Petersen; Turnbeutel zum Wenden; Hüllen für Wärmflaschen – mit waschbarem Flies abgefüttert.  Alle Artikel sind von Hand an der Tretmaschine genäht von Frauen des Nähprojekts Woulaba e.V. 

Spendenkonto

Kinder tanzen

Haspa Hamburg
IBAN: DE04 2005 0550 1211 1382 74
BIC: HASPDEHHXXX

Verwendungszweck: Schulpatenschaftsfonds oder Nähprojekt (für die Zusendung einer Spendenbescheinigung bitte Name und Adresse eintragen)

Woulaba sucht Nähmaschinen

Gebrauchte Nähmaschinen

Woulaba e. V. sucht Tretnähmaschinen ohne Stromanschluss mit Zickzackfunktion (auch ohne Unterbau) als Spende.

Herbstmarkt Molfsee und Markt der Völker Lüneburg

Kunsthandwerk Afrika

Wir nehmen teil am Herbstmarkt des Freilichtmuseums Molfsee bei Kiel von Freitag, den  14. bis 18. Oktober – www.freilichtmuseum-sh.de – und am Markt der Völker in Lüneburg von Freitag, den 20. Oktober bis 22. Oktober im Glockenhaus, Glockenstraße 9