Schmuck

Handelsperlen (Trade Beads) wurden im 18. Jahrhundert vorwiegend in Venedig und Böhmen hergestellt. Sie dienten als Zahlungsmittel im Handel mit Afrika.
Bei uns finden Sie Handelsperlen aus einer Ausgrabung 1989 in Diakhité/Nordsenegal. Die Perlen wurden in Grabstätten der Serer gefunden. Es sind Perlen, die in Venedig, Böhmen und Holland hergestellt wurden. Einige unserer Trade Beads sind über 150 Jahre alt.
Noch heute werden in einigen afrikanischen Ländern Perlen und Schmuck nach alten Verfahren hergestellt. (siehe: www.suedwind-afrika.de)

Zubehör zur Schmuckherstellung

Künstler aus Afrika stellen mit unterschiedlichsten Materialien individuellen Schmuck her. Ob aus Perlen, Messing, Horn, Bone, Kokos, Samen, Holz, Papier, Plastik – der Kreativität und Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Perlen und Zubehör gibt es bei uns auch.

Halsketten aus Keramik und Beduinenschmuck aus Rocaille-Perlen

Keramikschmuck aus Kenia – Kazuri. Die Perlen werden von Hand geformt, glasiert, bemalt und zweimal gebrannt. Heute können um die 400 alleinstehende Frauen ihren Lebensunterhalt damit verdienen. Kazuri bedeutet »klein und schön« in Kisuaheli. So heißt der in Kenia hergestellte handgearbeitete Keramikschmuck. Mit dem Ziel, allein stehenden Müttern eine Existenzsicherung zu bieten, gründete Lady Susan Wood 1975 eine kleine Manufaktur mit einer Hand voll Frauen. Heute verdienen mehr als 300 Kenianerinnen dadurch ihren Lebensunterhalt.

Beduinenfrauen auf dem Sinai stellen neben den schönsten Stickereien auch Halsketten her. »Fan Sina« (Kunst es Sinai) wurde von der Ägyptischen Naturschutzbehörde und der EU gefördert, um für das Volk der Jabaleya in den Bergen im Süden des Sinai eine Einkommensmöglichkeit zu schaffen. Heute arbeiten rund 500 Frauen in dem Projekt.

Hornschmuck aus Kenia

Ohrringe, Armbänder und Ringe, geschnitzt und fein geschliffen aus dem Horn des Zeburinds, bestechen durch ihre natürlichen Farbschattierungen und Leichtigkeit beim Tragen. Ketten und Perlen aus Bone (Rinderknochen) sehen aus wie Elfenbein. Sie werden poliert und erhalten durch Gravuren oder Batikverfahren die besonderen Muster. In Kenia kamen Straßenkinder, die neben dem Schlachthof lebten auf diese Idee der Weiterverwertung. Viele sorgen jetzt mit dieser Arbeit für ihren Unterhalt.

Armbänder aus Leder und Telefondraht

Armbänder aus Telefondraht und Leder werden in fast allen Ländern Afrikas hergestellt.

Makramee Schmuck aus Peru

Von lima kreativa werden Halbedelsteine mit traditioneller peruanischer Makrameetechnik eingefasst und zu Armbändern oder Halsketten verarbeitet.

Tagua Schmuck

Aus Kolumbien kommt der Taguaschmuck. Die Taguanuss ist der Samen der Steinnusspalme. Sie wächst in den Regenwaldgebieten der Pazifikküste Kolumbiens am Ufer von Flüssen oder an feuchten Berghängen. Die Nuss wird sehr hart und lässt sich gut zu Schmuck verarbeiten. Sie wird geschnitten, gefärbt und poliert. Die Kombination mit Acai- sowie Chirilla-Samen und auf Textilschnur gezogen, ergibt einen sehr leichten und hautfreundlichen Schmuck. Von der Schmuckherstellung können dank der verbindlichen Abnahme viele Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Unser Hersteller kommt aus Kolumbien. 40 Frauen und 20 Männer sind fest angestellt und erhalten eine entsprechende Entlohnung und Sozialversicherung. Die meisten sind aus benachteiligten Schichten. Manche flohen vor den bewaffneten Konflikten zwischen den Regierungstruppen und der Widerstandsbewegung und sind so nach Bogota gekommen.

Glasperlenschmuck aus der Region

Glasperlenschmuck von Designerinnen aus der Region. Besondere böhmische Glasperlen benutzt Nangala aus Hamburg für ihre Ketten.